Transfer & Abschluss
Persönlicher Umsetzungsplan
Entwickle deinen konkreten nächsten Schritt:
Was nehme ich mit? (6 Min)
- Welche Erkenntnis aus dem heutigen Workshop war am wichtigsten?
- Welche eine Änderung an meiner Aufgabe setze ich als erstes um? Wann tue ich dies konkret (Kalendertermin)?
- Wann bearbeite ich die Aufgabe Rückkehr zu den Vorhersagen (Kalendertermin)?
- Wie kann ich die 5 Leitfragen in meiner Lehre einsetzen?
Erinnere dich an deine 3 Vorhersagen vom Anfang: “Was sind die wichtigsten Faktoren für effektives Lernen?”
Vergleiche:
- Was hast du am Anfang geschrieben?
- Was würdest du jetzt anders formulieren?
- Welche neuen Konzepte würdest du hinzufügen?
Dieser Moment nutzt gleich zwei Lernprinzipien: Abrufpraxis (du erinnerst dich an den Workshop) und Vorhersagefehler (die Lücke zwischen deiner Vorhersage und deinem jetzigen Wissen erzeugt informative Diskrepanzen, aus denen das Gehirn lernt).
Reflexion
Eigenarbeit (6 min)
Im letzten Aufgabenteil hast du eigenständig ein praxisnahes Problem gelöst, indem du die zuvor eingeführten 5 Leitfragen auf Aufgaben aus deinem Lehralltag angewendet hast. Zu Beginn des Workshops hatten wir über die Passung von Aufgaben und Anleitung zum Hintergrundwissen gesprochen. Überlege kurz mit Bezug auf die “Think”- und die “Pair”-Phase:
- Was waren die wichtigsten Punkte zur Passung von Aufgaben und Anleitung zu Hintergrundwissen? (2 min)
- Wie hat sich die eigenständige Aufgabenbearbeitung (Think) angefühlt? Konntest du gut an Hintergrundwissen anknüpfen, oder hat die Neuheit des Materials eher überfordert? (2 min)
- Hat der Austausch mit deinem Partner/deiner Partnerin daran etwas verändert? Falls ja, was genau? (1 min)
- Welche Momente waren am anstrengendsten? War diese Anstrengung eher produktiv (Nachdenken, Verknüpfen) oder unproduktiv (Orientierungslosigkeit, unklare Anleitung)? (1 min)
3er-Gruppen (5 min)
- Tausche dich kurz (1 Minute pro Person) über deine produktiven und unproduktiven Anstrengungsmomente aus.
- Überlegt gemeinsam: Welche Elemente des Scaffolding lassen sich in der Heranführung an die Praxisaufgabe erkennen? (3 min)
Vermutlich hast du die Angemessenheit unserer Aufgabenwahl und des Scaffolding anders erlebt als andere im Raum. Gutes Scaffolding und eine gute Passung von Aufgabe zu Hintergrundwissen zu erreichen, ist schwierig, erfordert viel Erfahrung und wird nicht immer perfekt klappen. Wir hoffen, dass dieser Workshop dich motiviert und dir einige Werkzeuge liefert, dich hierin weiterzuentwickeln.
Wenn sich Lernen schwierig anfühlt, signalisiert das, dass lernrelevante Prozesse aktiv sind: Schemabildung, Abruf, Elaboration. Nicht die Schwierigkeit selbst, sondern diese Prozesse erzeugen das Lernen.
Gute KI-Integration in der Lehre bedeutet, Lernumgebungen zu gestalten, in denen produktive Anstrengung der natürliche Weg ist, statt zu kontrollieren, ob Studierende KI nutzen. Denn diese Anstrengung baut die Schemata auf, die Studierende brauchen, um Gelerntes auf neue Situationen zu übertragen.