Weiterführende Ressourcen

Vertiefung und Hintergrundinformationen

Diese Seite sammelt Ressourcen für alle, die tiefer in die Themen des Workshops einsteigen möchten.

Aus der Workshop-Reihe

KI in der Hochschulbildung (Refresher Guide)

Unser umfassender Leitfaden behandelt die theoretischen Grundlagen dieses Workshops ausführlicher:

  • Wie Sprachmodelle funktionieren
  • Expertise-Entwicklung und kognitive Architektur
  • Cognitive Load Theory und Lernen
  • Der Produktivitäts-Lern-Zielkonflikt
  • Kritisches Denken und Domänenwissen

→ Zum Refresher Guide

Anthropic Research

Wie Sprachmodelle “denken”

Anthropic hat Forschung veröffentlicht, die Einblick in die internen Prozesse von Sprachmodellen gibt:

  • Mehrsprachige Verarbeitung: Modelle arbeiten mit einem gemeinsamen konzeptuellen Raum über Sprachen hinweg
  • Vorausplanung: Bei Reimaufgaben identifiziert das Modell Reimwörter im Voraus
  • Halluzinationsmechanismus: Der Standardzustand ist “keine Antwort geben”. Ein internes Signal überschreibt dies, wenn das Modell “glaubt”, etwas zu wissen.

→ Tracing Thoughts in Language Models

Wie Studierende KI nutzen

Eine empirische Studie zu studentischen KI-Nutzungsmustern zeigt:

  • Starke Unterschiede zwischen Fachbereichen (Informatik-Studierende dominieren)
  • Vier Interaktionsmuster: direkt vs. kollaborativ, Problemlösung vs. Output-Erstellung
  • Ein grosser Teil der Nutzung fällt auf komplexe kognitive Aufgaben

→ Anthropic Education Report

Schlüsselstudien

Der Produktivitäts-Lern-Zielkonflikt

Bastani u. a. (2025) illustriert den zentralen Zielkonflikt: Studierende mit GPT-4-Zugang lösten 48% mehr Mathematikaufgaben, schnitten aber 17% schlechter ab, als sie danach ohne KI-Zugang getestet wurden. Das ist keine überraschende Entdeckung, sondern folgt direkt aus dem, was wir über Lernen wissen: Produktivitätsgewinne durch Auslagerung kognitiver Arbeit können zu Lernverlusten führen.

Diese Studie wird im Refresher Guide ausführlich diskutiert.

Praxis: Cognitive Offloading reduzieren

Ulrike Hanke bietet acht konkrete Strategien, um Lernumgebungen so zu gestalten, dass Studierende motiviert sind, selbst zu denken statt an KI zu delegieren:

  • Aufgaben bedeutsam gestalten
  • Zeitdruck reduzieren
  • Prozess statt nur Ergebnis bewerten
  • Reflexion über eigenes Lernen fördern

→ Lernprozesse auch im Zeitalter generativer KI sichern

BFH-spezifische Dokumente

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Referenzen

Bastani, Hamsa, Osbert Bastani, Alp Sungu, Haosen Ge, Özge Kabakcı, und Rei Mariman. 2025. „Generative AI Without Guardrails Can Harm Learning: Evidence from High School Mathematics“. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 122 (26): e2422633122. https://doi.org/10.1073/pnas.2422633122.